
Jedes Werk beginnt bei mir und endet im Blick des Betrachters.

Mein Weg
Kreativität begleitet mich, seit ich denken kann. Als Kind zeichnete ich stundenlang die Gäste im Restaurant meiner Eltern. Damals war es einfach ein Zeitvertreib – heute weiß ich, dass dort alles begann.
Erst als Erwachsener fand ich zurück zur Kunst. Während meiner Zeit in Tijuana, Mexiko, wo ich mit Straßenkindern arbeitete, wurde mir bewusst, dass Kreativität weit mehr ist als etwas Schönes zu erschaffen.
Heute lebe ich sie auf der Leinwand, beim Tätowieren und in der Musik. Sie ist der rote Faden meines Lebens – und einer der wenigen Momente, in denen mein Kopf ruhig wird.
Ich mache nicht nur Kunst. Ich brauche sie.

Kunst mit meinen Augen
Mich interessieren nicht die Dinge, die sich eindeutig erklären lassen, sondern Gedanken, Erinnerungen, Widersprüche und Stimmungen.
Meine Arbeiten entstehen intuitiv. Oft verändert sich die ursprüngliche Idee während des Prozesses – genau dort beginnt ein Werk für mich, eine eigene Geschichte zu erzählen.
Ich bin farbenblind. Das prägt meinen Blick auf Kontraste, Kompositionen und die Art, wie ich arbeite. Was oft als Einschränkung gilt, ist für mich Teil meiner künstlerischen Handschrift.
Ich möchte keine Botschaften vorgeben. Ein Werk wird erst vollständig, wenn jemand darin etwas Eigenes entdeckt. Deshalb bleiben meine Gedanken zu den Arbeiten bis zur Übergabe bewusst im Hintergrund.

Jetzt wirds Deep
Wenn ein Bild mein Atelier verlässt, soll es nicht gekauft werden, weil jemand meine Geschichte darin erkennt. Es soll gekauft werden, weil es etwas Eigenes auslöst. Jeder Mensch bringt seine Erfahrungen, Erinnerungen und Gefühle mit – und genau deshalb darf jedes Werk für jeden etwas anderes bedeuten.
Erst wenn sich jemand bereits für ein Bild entschieden hat, erzähle ich was mich bei der Entstehung bewegt hat.
Ob sich unsere Gedanken dabei treffen oder völlig auseinandergehen, spielt keine Rolle für mich.
Kunst muss nicht dieselbe Geschichte erzählen, um Menschen zu verbinden.
Je mehr ich über meinen eigenen kreativen Weg gelernt habe, desto mehr wurde mir bewusst, welche Kraft kreatives Arbeiten entfalten kann. Deshalb absolviere ich aktuell eine Weiterbildung in Kunsttherapie – mit dem Wunsch, diese Erfahrung künftig auch an andere weiterzugeben.
